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von
Jonas D.

Das Feuer der Wut

Eric und Sam waren zwei Brüder die aus einem kleinen Vorstadtort der USA kamen. Sie waren nicht besonders gebildet, was ihr Elternhaus schon früh mit Alkohol und Arbeitslosigkeit prägte. Sam und Eric arbeiteten als Holzfäller - wie sie sich nannten - noch von der alten Schule. Mit moderner Technik konnten die beiden nichts anfangen. Sie lebten ein bescheidenes Leben und verdienten oft als Tagelöhner ihr Geld mit kleinen Baumfällerarbeiten. Sie hatten einen neuen Auftrag bekommen in einem kleinen Waldstück wo einige alte Bäume vom Sturm gezeichnet wurden. An dem Waldstück liegt ein kleines Hotel welches die besten Zeiten vor vielen Jahren hinter sich hatte. Dort durften die beiden sich aufhalten und nächtigen während ihrer Zeit vor Ort. Es hatte nicht viele Zimmer aber einen kleinen Festsaal welcher noch komplett ausgestattet mit Stühlen und Tischen versehen war. Dort schliefen die beiden abends nachdem sie Arbeit erledigt hatten.

Sam und Eric stritten sehr oft, meist über banale, nahezu dumme Dinge: Welcher Baum ist höher. Wer war schneller und vieles mehr. Sam war schlecht zu beruhigen und nahm vieles zu persönlich, was seinem Bruder oft Prügel einstecken ließ. Eric lernte nie daraus. So auch wie an dem heutigen Abend wo Eric sich über Sam lustig machte, da dieser sich mal wieder im Suff voll pisste und zu Boden fiel. Wie so oft glaubte er das Eric ihn geschubst hätte. Er steigerte sich unermesslich hinein und fluchte, schrie und schmiss mit Stühlen aus dem Festsaal um sich. Eric lachte und das stachelte Sam nur mehr und mehr an. Das übel nahm mehr und mehr seinen Lauf. Sam, der nicht mehr Herr seiner Sinne war, tobte innerlich und schrie: “Eric, wenn ich dich kriege du Hund. Ich bringe dich um. Eric der nicht ganz so betrunken war erkannte langsam den ernst der Lage wollte aber auch nicht nach geben und wie so oft immer und immer unschuldig auf die Fresse zu bekommen. Und er wusste eins: Wenn Sam mich kriegt bin ich erledigt.
Eric hatte Angst aber er nahm seinen Mut zusammen und versuchte einen Stuhl auf Sam zu werfen, in der Hoffnung Sam zu treffen und ihn nur solange es zu schaffen in zu überwältigen bis Sam wieder Herr seiner Sinne ist. Er Setze an warf den Stuhl und es passierte das, was nicht passieren musste. Er traf Sam am Kopf. Dieser ging aber nicht zu Boden sondern blieb stehen wie ein Baum. Nun war es um Sam geschehen. Das Feuer der Wut brannten in ihm. Er rannte zu seinem Schlafplatz nahm seine Axt. Eric wusste seine einzige Chance war vertan.

Sam, der am Kopf blutete, wurde getrieben aus Hass, Schmerz und Wut. Er rannte auf Eric zu, riss ihn nieder brüllte ihn an: Du verlogener Sohn einer dreckigen Hure, nun wird es geschehen." Eric wusste was passieren würde wenn Sam diesen finsteren erschreckenden Blick drauf hat. Sam ́s Pupillen weiteten sich. Eric krächzte und winselte vor Angst: "Neeeeeeeiin! Bitte, bitte nicht!" Sam lachte und brüllte ihn an: "Das wird dich nicht mehr retten."

Er riss die Axt nach oben, das Licht der Deckenlampen funkelten in ihr, für eine Sekunde hielt Sam inne. Nun ließ er Betty, wie er die Axt liebevoll nannte, nieder in Eric ́s Kopf peitschen und zerbersten. Ein dumpfes knacken ertönte im Raum. Das Blut spritzte quer durch Saal und plötzlich war es still. So still das Sam ein leises Pfeifen vom Wind der draußen durch den Wald zog durch die alten Fenster hören konnte. Sam sah sich um. Dabei betrachtete er sein Werk und die einst cremefarbenen Gardinen waren nun überseht von Blutspritzern und kleinen Stücken aus Gehirn und Knochen, die sich quer im kleinen Saal verteilten. Nun sah er Eric an, der nur noch mit ein paar letzten Regungen mit weit aufgerissenen Augen wie ein Fisch nach Luft schnappte , bis seine Bewegungen verstummten. Sam lachte und dachte sich, mehr hatte ich für dich auch nicht mehr übrig du Arschloch.

Sam schnaufte und sah ein letzten Augenblick wie die Betty in Eric ́s Schädel steckte und sich langsam mehr und mehr Blut auf dem Boden verteilte. Sam ́s Herz raste noch immer aber ein Gefühl der Genugtuung und Zufriedenheit durchliefen seinen Körper. Sam wischte sich das Blut von Eric aus dem Gesicht welches sich noch warm anfühlte und von seinem Kinn tropfte. Sam Setzte einen Fuß auf Eric ́s Schulter, die wie Erics selbst nur noch regungslos auf dem Boden lag und zog mit einem heftigen Ruck die Axt aus Eric ́s Kopf, der nur noch eine Weit auseinander klaffendes etwas und Brei darstellte.

Sam putze Betty an Erics Kleidung sauber und verließ den kleinen Festsaal von dem Leerstehenden Hotel, ging zum direkt nah gelegenen Waldstück stieg in sein Auto und fuhr fort.